Der Industriestrompreis als riskante Maßnahme?

Shownotes

Aufgrund stark gestiegener Stromkosten möchte die deutsche Bundesregierung ab 2026 mit dem Industriestrompreis energieintensive Branchen entlasten. Aus Brüssel gab es dafür im April grünes Licht. Aber ist dieser Markteingriff überhaupt zielführend? Und welche Folgen hat er? Das haben die ZEW-Wissenschaftler Joscha Krug, Kathrine von Graevenitz und Elisa Rottner aus dem Forschungsbereich „Umwelt- und Klimaökonomik“ untersucht. Was sie dabei herausgefunden haben, erklärt Joscha Krug in der neuen Folge.

Das Gespräch führte Podcast-Host Bastian Thüne. Der Podcast ist auf allen gängigen Podcastplattformen, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts oder Deezer, sowie auf der ZEW-Webseite verfügbar.

Impressum: https://www.zew.de/de/impressum/

Transkript anzeigen

00:00:09: ZEV Wirklich

00:00:10: Wirtschaft Background Ein Podcast

00:00:13: des Leibniz-Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim.

00:00:23: Aufgrund stark gestiegener Stromkosten möchte die deutsche Bundesregierung ab dem Industriestrompreis Energieintensive Branchen entlassen, aus Brüssel gab es dafür im April grünes Licht.

00:00:35: Aber ist dieser Markteingriff überhaupt zielführend?

00:00:38: Und welche Folgen hat er?

00:00:39: Das haben die ZDW-Wissenschaftler Joscha Krug, Kathrine von Grävenitz und Elisa Rotner untersucht.

00:00:45: Alle drei Arbeiten im Forschungsbereich Umwelt & Klima Ökonomik.

00:00:49: Was sie dabei herausgefunden haben – und was hinter dem geplanten Fünfzig-Fünftig-Prinzip steckt – erklärt uns heute Joscha Krog!

00:00:57: Mein Name ist Bastian Thüne.

00:00:58: Herzlich willkommen zum ZDWE Podcast Wirklich Wirtschaft.

00:01:01: Hallo Joscha, schön dass du heute bei uns bist.

00:01:04: Ich habe eben das Fünfzig-Fünftig-Fünfzig Prinzip angesprochen.

00:01:08: Was genau ist geplant und welches Problem soll damit gelöst werden?

00:01:11: Also um mal mit dem Problem anzufangen, dass es natürlich das Deutschland aktuell relativ hohe Strompreise hat – sowohl im historischen Vergleich als auch im Vergleich zu den meisten unserer Nachbarländer.

00:01:28: Und daran möchte die Bundesregierung was ändern.

00:01:33: Und tut das mit dem Industriestrompreis?

00:01:36: oder hat es zumindest vor, dass Fünfzig-Fünftig-Fünfzig Prinzip heißt.

00:01:41: Dass bis zu fünfzig Prozent des Strombezugs eines Betriebs Bezuschuss werden beziehungsweise einen Rabatt bekommen nämlich um fünfzig prozent des Großhandelspreises dabei allerdings nicht unter fünfzig Euro pro megawatt Stunde fallen wird?

00:02:01: und Eigentlich müsste es Fünfzig, fünfzig, fünftig-fünfzig Prinzip heißen.

00:02:05: Fünfzig Prozent der Entlastungssumme die ein Betrieb dann bekommt muss der Betrieb außerdem in Dekarbonisierungsmaßnahmen investieren.

00:02:14: Das heißt konkret zum Beispiel Anfang des Jahres zwanzig sechsundzwanzig war der lag der Großhandelsstrompreis bei fivehundachzig Euro pro Megawattstunde.

00:02:25: das heißt ein Betrieb der von dem Industriestrompreis profitiert würde dann auf die Hälfte seines Strombezugs nur etwa fünfzig Euro pro Megawattstunde zahlen, also circa zwanzig Prozent sparen beim Strombezug.

00:02:39: Und wenn ein Unternehmen oder ein energieintensives Unternehmen ca.

00:02:43: zwanziger Prozent spart muss der Rest ja auch bezahlt werden und zwar aus dem Bundeshaushalt.

00:02:49: das muss ja auch begründet werden.

00:02:50: Also wie begründete die Bundesregierung diesen Schritt?

00:02:53: Im Kern berufte sich auf zu hohe Energiepreise und sagt, diese hohen Energiepreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hersteller im Ausland oder im internationalen Wett Bewerb.

00:03:05: Sie können dazu führen dass sich Produktion von Deutschland ins Ausland verlagert und natürlich will sie strategisch wichtige Branchen in Deutschland sichern.

00:03:17: für all diese, mit all diesen Zielen im Sinn hat die Bundesregierung diesen Industriestrompreis begründet.

00:03:24: Und jetzt habt ihr in der Studie ja auch geschrieben dass es verschiedene Industriestrompreise gibt?

00:03:30: Kannst du mir mal bitte kurz sagen wie sich diese gestalten und wie diese Lücke zustande kommt?

00:03:35: also wenn man sich anschaut was Industriebetriebe in Deutschland tatsächlich für ihren Strom zahlen dann gibt's da enorme Unterschiede.

00:03:43: zum Beispiel ein Großverbraucher, wenn man sich jetzt vorstellt so ein Aluminium-Hüttenwerk.

00:03:49: Also ein riesiger Stromverbraucher zahlt nur knapp mehr als die Hälfte des Industriestrompreises den zum Beispiel einen Handwerksbetrieb zahlen würde.

00:04:03: Davon geht ein Teil auf Unterschiede im Einkauf zurück.

00:04:08: Das kann man sich vorstellen das ist wie Mengenrabatte.

00:04:11: Ein kleinerer Handwerksbetrieb, der kauft seinen Strom ähnlich wie wir als Haushalte.

00:04:17: Der hat ein paar lokale Stromversorger zur Auswahl und schließt einen Vertrag nach einem Tarif, so ein Aluminiumhüttenwerk was locker mal das Tausendfacher der Strommenge verbraucht.

00:04:28: Das hat natürlich einfach ganz andere Möglichkeiten auch eine ganz andere Verhandlungspositionen.

00:04:39: Deutlich größere Teil der Unterschiede in dem Strompreis geht allerdings darauf zurück, dass größere Verbraucher geringer Steuern und Abgaben und deutlich geringere Netzentgelte bezahlen.

00:04:51: Jetzt ist es ja keine ganz neue Idee, sondern das hat schon eine gewisse Tradition in Deutschland, dass energieintensive Branchen und Unternehmen wie das angesprochene Aluminiumwerk schon länger von diesen steigenden Strompreisen abgeschirmt werden.

00:05:05: Wie genau kann man sich das vorstellen?

00:05:07: Genau!

00:05:09: Grund, warum wir diese großen Unterschiede haben in den Steuern und Abkommen in die Netzentgelten.

00:05:16: Dass es diverse Entlastungsmaßnahmen gibt, die wir haben und in der Vergangenheit auch hatten, die zu diesen Unterschieden führen und die in der Regel besonders energieintensive Branchen und häufig innerhalb dieser Branchen nochmal die besonders energiintensiven Firmen entlasten.

00:05:32: zum Beispiel zahlen Firmen mit einem hohen gleichmäßigen Stromverbrauch niedrigerer Netz entgelte.

00:05:40: Das ist das sogenannte Bandlastprivileg, dann steigen durch den europäischen Emissionshandel auch die Stromkosten weil die Stromerzeuger, die fossilen Kraftwerke auch für ihre Erzeugung Zertifikate kaufen müssen.

00:05:59: auf dem Emissionshandelsmarkt und um das auszugleichen können davon besonders betroffene Branchen tatsächlich einen Zuschuss für ihre Stromrechnung bekommen.

00:06:08: Das ist die sogenannte Strompreiskompensation, bis zwanzig vierundzwanzig gab es den Spitzenausgleich bei der Stromsteuer dass die größten Verbraucher nur ihren den Stromsteuersatz denen sie auf ihren Strom zahlen um bis zu neunzig Prozent reduzieren konnten.

00:06:26: das hat sich allerdings mittlerweile gibt's nicht immer noch aber mittlerweile kommt er tatsächlich allen produzierenden Unternehmen zugute.

00:06:31: und lange Zeit gab es ja auch berühmt-berüchtigte EEG-Umlage, die einen sehr großen Teil des Strompreises ausgemacht hat.

00:06:38: Die im Kern gesagt hat alle Stromverbraucher beteiligen sich gleichmäßig an den Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren bis auf besonders energieintensive Betriebe in verarbeitenden Gewerbe.

00:06:50: Die konnten sich nämlich davon ausnehmen lassen.

00:06:52: Das führt mich direkt zu meiner nächsten Frage und zwar... Stellt ihr in der Studie die Annahme auf, dass solche Entlastung dafür sorgen können.

00:07:00: Dass der Stromverbrauch obwohl die Preise steigen auch weiter steigt hängt es damit zusammen mit dem was du eben erklärt hast.

00:07:08: wie genau ist der Mechanismus?

00:07:10: Genau das ist im Kern besonders problematisch wenn entlastungen nur den energieintensivsten Unternehmen innerhalb einer Branche zugutekommen was bei vielen der bisherigen Entlastungsmaßnahmen tatsächlich der Fall war.

00:07:27: Weil das führt dazu, dass diese Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bekommen.

00:07:32: Das heißt die Unternehmen, die besonders energieintensiv sind zahlen auch noch weniger für ihren Strom oder insgesamt für ihre Energie und können dadurch andere Unternehmen auf dem gleichen Markt verdrängen.

00:07:45: Dadurch steigt der Anteil von den besonders energiintensiven Unternehmen an der Produktion.

00:07:51: Die Industrie insgesamt kann tatsächlich energieintensiver werden.

00:07:55: Gibt es noch etwas anderes, das ihr von den vergangenen Entlastungen über die Wirkung des Industriestrompreises gelernt habt?

00:08:02: Also zunächst muss man sagen in der Hinsicht ist der in der Industriestraumpreis tatsächlich besser als viele dieser vergangene Entlastung dass er wohl allen Unternehmen zumindest in den betroffenen Branchen zugute kommen wird weil es keiner im Mindestgrenze gibt, ab der er gilt und weil die bürokratischen Hürden besonders für kleinere Verbraucher wohl relativ gering sein werden.

00:08:31: Dadurch wird er aber natürlich teurer.

00:08:34: das ist immer ein Trade-off den wir haben wenn wir entlasten wollen.

00:08:38: entweder wir entlassen mit der Gießkanne dann wird sehr teuer oder wir entlasten dort wo's am nötigsten ist aber dann schaffen wir Verzerrungen.

00:08:49: Wichtigste Lektion aber, würde ich sagen die wir aus den vergangenen Entlastungen lernen können ist das Entlastung in den Verbraucherhöhen.

00:08:57: Das ist betriebswirtschaftlicher völlig logisch.

00:08:59: wenn der Strom weniger kostet dann verwende ich mehr davon und tatsächlich ist es genau dass was zum Beispiel sehr gut belegt ist für die EEG umlage als es dann nämlich diese Ausnahmen aus der EEG Umlage möglich wurden sind die Firmen die davon profitiert haben mit einem mal deutlich energieintensiver, deutlich stromintensiber geworden.

00:09:24: und wir sehen relativ klar in den Daten das wenn sich der Energiepreis einer Firma reduziert sie anfängt mehr Energie zu verbrauchen.

00:09:32: Jetzt

00:09:32: habt ihr in eurer Studie auch noch ein anderes Problem herausgefunden und zwar dass diese Großverbraucher auch insgesamt die Innovationen hemmen.

00:09:42: also erstens wie funktioniert das?

00:09:44: Und zweitens Wie kann sich das langfristig auf den Industriestandort Deutschland auswirken?

00:09:49: Ich würde nicht sagen, dass notwendigerweise Großverbraucher die Innovation haben.

00:09:52: Aber natürlich eine Politik, die sich daran ausrichtet, dass wir viel entlasten und das betrifft insbesondere die Großverbaucher, die entlastet werden.

00:10:02: Die kann in der Tat Innovation sehr hemmen.

00:10:06: Das Problem ist langfristig wollen und müssen wir unseren Energieverbrauch senken auch perspektivisch.

00:10:13: mit erneuerbaren Ausbau und so weiter, werden wir ein Energiehochpreisland bleiben in Deutschland.

00:10:19: Wir haben keine fossilen Energiequellen, keine Nennenswerten zumindest!

00:10:23: Wir haben wenig freie Flächen auf den für Erneuerbare.

00:10:27: Das heißt die sind teuer, wir haben kein großes Wasserkraftpotenzial und auch kein großes Fotovoltaikpotenziale und dementsprechend sind wir strukturell ein Energie-Hochpreisland müssen uns eigentlich daran anpassen.

00:10:45: Der Industriestrompreis reduziert aber die Anreize, das zu tun.

00:10:50: Das hat verschiedene Dimensionen wenn man sich zum Beispiel vorstellt an Unternehmen was überlegt in ein besseres Energiemanagement zu investieren.

00:10:59: Das lohnt sich weniger wenn der Strom zwanzig Prozent billiger ist oder einen Start-up dass vielleicht eine neue Technologie entwickelt hat mit der man Produkt deutlich weniger Energieaufwand, deutlich weniger Stromaufwand herstellen kann.

00:11:15: Dieses Start-up hat einen viel geringeren Kostenvorteil gegenüber den Incumbens wenn der Strom zwanzig bis dreißig Prozent billiger ist.

00:11:24: oder wenn wir die Wertschöpfungskette runtergehen und uns vorstellen zum Beispiel in einem Bauprojektierer der überlegt soll durch dieses Gebäude aus Zement bauen sehr energieintensiv und außerdem auch noch relativ klimaschädlich oder aus Holz.

00:11:40: der hat eine deutlich geringeren Anreiz die umweltfreundlichere und klimafreundlich irre Variante Holz zu wählen, wenn Zermint durch den Industriestrompreis vergünstigt wird.

00:11:50: Das heißt insgesamt halten wir ne Strom intensive Industrie am Leben Die die langfristig eigentlich nicht bestehen kann solange wir sie nicht konstant weiter mit mehr und mehr Subventionen am leben erhalten anstatt uns auf wie innovative und hochwertige Produkte zu fokussieren, die der Markenkern des Exportstandorts Deutschland sind.

00:12:14: Also das

00:12:15: heißt er schädigt nicht direkt die Energiewende aber er sorgt dafür dass der Druck aus dem Kessel genommen wird und man nicht sofort jetzt unbedingt nach anderen Lösungen suchen muss.

00:12:32: Gibt es ja noch andere Auswirkungen auf die Energievende?

00:12:36: Genau da wirds dann etwas komplexer würde ich sagen, denn wie ich gerade beschrieben habe was der Industriestrompreis sicherlich tut ist er reduziert die Anreize Energie zu sparen insbesondere Strom zu spieren.

00:12:53: Aus Klimasicht gibt es immerhin den positiven Nebeneffekt dass er Strom billiger macht und damit Strom relativ zu fossilen Energieträgern billigermacht.

00:13:03: das heißt Wir sparen vielleicht nicht unbedingt Energie, aber zumindest kannst du eine Tendenz dazu geben wenn es gut läuft dass wir mehr elektrifizieren das zum Beispiel ein Stahlhersteller oder dass ich auf dem Stahlmarkt klimafreundlicher Elektrostahl mehr durchsetzen kann gegenüber Stahl aus den Hochofen.

00:13:23: Das wäre eine aus Klimasicht bisschen positiverer Nebenwirkungen des Ganzen.

00:13:30: und was das Ganze noch viel komplexer macht ist die Frage Wenn wir es schaffen, durch den Industriestrompreis Industrie bei uns im Land zu halten.

00:13:39: Dann ist die Frage ob das gut oder schlecht ist für die globale Energiewende wenn wir raussumen.

00:13:45: Ist die Frage wohin würde denn diese Produktion abwandern?

00:13:48: Wenn wir nicht den Industrie Strompreis hätten.

00:13:51: Es kann natürlich sein, wenn dieser Produktion würde abwanderen in Land wie Südafrika was billige Energie hat weil es viel Kohle hat dann wäre es klimatechnisch gut aus globaler Sicht, dass die Produktion hier in Deutschland bleibt.

00:14:05: Wenn die Alternative ist... Die Produktion könnte hier zum Beispiel nach Spanien gehen wo Strom billig ist weil es sehr viel PV gibt, sehr viele Erneuerbare.

00:14:15: dann wäre das aus Klimasicht ganz unabhängig von irgendwelchen Arbeitsplätzen und strukturellen Dingen wäre es aus reiner Klimasucht für die globale Energiewende besser wenn sie tatsächlich auch dorthin wandern würde.

00:14:24: Weil

00:14:25: Spanian sehr viele kostenlose oder fast kostenlosen Sonnenenergie zur Verfügung steht die halt umweltfreundlicher ist als Öl Kohle.

00:14:33: Genau!

00:14:34: Okay, das heißt also insgesamt besteht auf jeden Fall noch Handlungsbedarf.

00:14:39: jetzt habt ihr viele auch negative Auswirkungen herausgefunden über den Industriestrompreis.

00:14:45: was wäre denn eine bessere Alternative und wie genau könnte sowas funktionieren?

00:14:50: Das ist ne sehr gute Frage.

00:14:52: dann natürlich viele Ziele die hinter dem Industriestrompreis stecken sind natürlich einfach Heere Ziele und sind natürlich auch wichtige Ziele.

00:15:01: Wir wollen Arbeitsplätze in Deutschland haben, wir wollen strategisch wichtige Produktionen in Deutschland erhalten und wir wollen natürlich verhindern das Produktion abwandert in Länder mit niedrigeren Klima- und Umweltstandards.

00:15:16: Das Problem beim Industriestrompreis ist natürlich dass es primär eine teure Aufschiebemaßnahme ist Weil was passiert dann eigentlich, wenn der Industriestrompreis ausläuft?

00:15:29: Ich habe ja schon gesagt wir sind strukturell ein relativ Energiehochpreisland in Deutschland und werden das bleiben.

00:15:36: Das heißt zum einen würde ich sagen es wäre deutlich besser in Maßnahmen zu investieren die versuchen die Energiekosten und Stromkosten in Deutschland strukturell zu reduzieren und die Elektrifizierung fördern zum Beispiel den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren,

00:15:56: z.B.,

00:15:56: dass wir unsere Netzinfrastruktur ausbauen auch die europaweite Netzinfrastruktur, das wir mehr Ausgleich haben zwischen den verschiedenen Ländern und erneuerbare Potenziale besser nutzen und integrieren können?

00:16:10: Und dass wir investieren in Speicher- und Flexibilitätstechnologien, die dann die fluktuierende Erneuerbahnproduktion effizienter nutzbar machen?

00:16:21: dann jetzt ein bisschen ein philosophischerer Punkt, den man auch glaube ich nicht alleine aus ökonomischer Sicht beantworten kann.

00:16:28: Aber ich glaube auch dass wir eine ehrliche gesellschaftliche Diskussion darüber brauchen welche energieintensive Produktion es uns wert ist sie im Land zu behalten.

00:16:37: Welche dieser Branchen und diese Produktion welcher Anteil dieser Produktion ist uns wichtig genug das wir sagen dafür wollen wir viel Geld in die Hand nehmen um um die im land zu halten.

00:16:49: und wo Müssen wir sagen, okay.

00:16:52: Wir können nicht jeden einzelnen Arbeitsplatz langfristig erhalten und müssen vielleicht einen kurzfristigen Schmerz in Kauf nehmen?

00:17:00: Und den Mut haben darauf zu vertrauen dass wir langfristige mit Innovationen und Erfindergeist Produkte und Geschäftsfelder entwickeln die auch bei hohen Energiepreisen wertschöpfen können.

00:17:10: Dann vielen Dank.

00:17:11: also bin ich gespannt ob die Diskussion auch bald geführt werden.

00:17:15: Also danke noch mal Joscha das du da warst.

00:17:17: es hat uns sehr gefreut.

00:17:18: Ja sehr gerne hat mich auch gefreud.

00:17:20: Und auch vielen Dank an alle Zuhörerinnen und Zuhöre.

00:17:23: Das war der ZDW Podcast zum Industriestrompreis mit Joscha Krug, Wissenschaftler im ZDForschungsbereich Umwelt- und Klimaökonomik.

00:17:31: Noch mehr Informationen findet ihr auf unserer Website www.zdw.de und auf unseren Social Media Kanälen.

00:17:38: Im Übrigen findet Ihr auf der Website die sehr spannende und lohnswerte Studie.

00:17:43: Bis bald!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.