EARIE Exclusive: Wer nutzt generative KI – und wie verändert sie uns?
Shownotes
ChatGPT erreichte innerhalb von nur zwei Monaten rund 100 Millionen monatliche Nutzerinnen und Nutzer. Doch ein kurzer Besuch bei einem KI-Dienst bedeutet noch lange nicht, dass die Technologie dauerhaft im Alltag ankommt. Wer gehört zu den Menschen, die generative KI regelmäßig nutzen? Welche digitalen Gewohnheiten begünstigen die Nutzung? Und verdrängen Anwendungen wie ChatGPT andere Dienste – oder werden sie vor allem ergänzend eingesetzt?
Im ZEW-Podcast „Wirklich Wirtschaft“ spricht Podcast-Host Pascal Ausäderer mit Sebastian Valet, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Digitale Ökonomie“, darüber, was das Nutzungsverhalten vor dem ersten Kontakt mit generativer KI über die spätere Nutzung voraussagt.
Der Podcast ist auf allen gängigen Podcastplattformen, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts oder Deezer, sowie auf der ZEW-Webseite verfügbar.
Impressum: https://www.zew.de/de/impressum/
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00:00:08: ZEV wirklich Wirtschaft kompakt.
00:00:13: Ein Podcast des Leibnizzentrums für europäische Wirtschaftsworschung in Mannheim.
00:00:26: und verdrängen Anwendungen wie Chatshipiti andere Dienste, oder werden sie vor allem ergänzend eingesetzt?
00:00:48: Eine neue Studie untersucht diese Frage anhand der digitalen Aktivitäten von rund hundred-hundertvierzichttausend Personen in den USA.
00:00:56: Dabei zeigt sich das Nutzungsverhalten vorm ersten Kontakt mit generativer KI sagt die spätere regelmäßige Nutzung besser voraus als demografische Merkmale.
00:01:06: Mein Name ist Pascal Ausederer und darüber spreche ich heute mit dem ZDW.
00:01:09: Ökonom und Mitautor der Studie Sebastian Farlett.
00:01:13: Herzlich willkommen zum ZDW Podcast Wirklich-Wirtschaft.
00:01:16: Hallo Sebastian, schön dass du heute bei mir im Podcast zu Gast bist!
00:01:19: Sehr gerne!
00:01:20: JGPT wurde in einem außergewöhnlichen Tempo verbreitet.
00:01:24: was war für euch der Anlass die frühe Nutzung generativer KI genauer zu untersuchen?
00:01:29: Ja wie Du bereits erwähnt hast zumindest wenn man ob mehr als eigenem eigenen Berichterstattung glaubt war JGPP die am schnellsten angenommenen Konsumentenanwendungen die See gab und trotzdem wissen wir aber relativ wenig darüber wer sie wirklich benutzt und vor allem wofür.
00:01:45: Die bisherige Forschung stützt sich meistens auf Umfragen, das bedeutet eben dass die Selbsteinschätzung von Nutzenden ist.
00:01:56: Wir können stattdessen echtes Online Verhalten beobachten sowohl auf dem Rechner als auch auf mobilen Geräten Und wir sehen nicht nur ChatGPT sondern auch andere KI-Chatbots die zu ähnlicher Zeit gelongt wurden.
00:02:10: Wichtig zu wissen ist, unsere Daten decken die Anfangszeit ab.
00:02:14: Das heißt die ersten Monate nach dem Launch von ChatGPT.
00:02:19: Wir schauen uns also die frühen Nutzer, die Early Adopter
00:02:21: an.
00:02:22: Wer gehört besonders häufig zu diesen Early Adoptern?
00:02:24: Was sagt die Demografie genau aus und was sagt das bisherige Onlineverhalten der Nutzerinnen-Nutzer aus?
00:02:31: Genau!
00:02:31: Zu demografischen Merkmalen von Early Adobtern gibt es bereits Studien und deren Ergebnisse bestätigen wir letztendlich... Früher Nutzer sind häufiger männlich, sind tendenziell jünger und tendenzieller höher gebildet.
00:02:45: Das ist insofern wenig überraschen als das bei vorherigen Technologien ebenfalls schon so war.
00:02:50: Neu bei uns ist eben dass wir das Onlineverhalten bevor jemand anfängt ChatGPT zu nutzen oder ein KI-Chatboard zu nutzen beobachten können und wir sehen eben dass das sehr viel Aussage kräftiger ist.
00:03:03: Konkret stellt man einen zufälligen Nutzer neben einem zufällingen Nichtnutzer kann ein Modell dass nur Demografie nutzt, dass sehr viel schlechter Klassifizieren als Modell das Online-Daten nutzt.
00:03:15: Und was allerdings wichtig ist hierbei, wir machen lediglich eine Vorhersage, dass es keine direkte Ursacherwirkungsbeziehung.
00:03:22: Welche digitalen Gewohnheiten deuten besonders stark darauf hin, dass jemand generative KE regelmäßig nutzt oder eben auch nicht?
00:03:30: Hier läuft die Trendlinie vor allem zwischen produktivitätsorientierter und freizeitorientierte Nutzung.
00:03:36: Das heißt, wer vorher zum Beispiel sehr viel Zeit auf Wikipedia mit Textverarbeitungen oder auf Lernplattformen verbracht hat wird eher zum Nutzer von KI-Chatbots.
00:03:48: wohin gegen jemand der sehr viel Freizeitennutzung betreibt vor allem Social Media ist sehr viel weniger wahrscheinlich ChatGPT-Nutze zu werden.
00:03:59: Ihr schaut euch nicht nur an, wie sich die Nutzung anderer Online-Dienste verändert sondern auch zusätzlich welche Dienste direkt neben der KI benutzt werden.
00:04:09: Warum braucht es denn diese zweite Dimension noch dazu in eurer Untersuchung?
00:04:13: Ja man kann sich das so vorstellen.
00:04:15: wenn also nehmen wir an die die Nuzungszeit eines Dienstes sinkt nach dem Nutzen der Anfang Kite Chatbots zu nutzen dann kann das im Prinzip zwei Dinge bedeuten entweder wird ein Online-Dienst komplett von einem KI Chatbot ersetzt oder der KI ChatBot verteilt.
00:04:35: Nutzung eben weg von diesem Dienst.
00:04:38: Oder aber es kann natürlich auch sein, dass das Dienste gemeinsam mit KI Chatbots benutzt werden Aber die Diense trotzdem weniger benutzt werden weil Nutzen der einfach zum Beispiel schneller werden in den Aufgaben für diese den Dienst nutzen.
00:04:54: Ein einfacher Vorhernachvergleich trennt diese zwei Fälle aber nicht Und deshalb schauen wir uns eben an, welche Dienste direkt vor oder direkt nach einem KI-Chatbot benutzt werden um diese Konutzung zu beobachten.
00:05:10: Dann können wir sagen wenn ein Dienst zusammen mit einem Chatbot benutzen wird und trotzdem Zeit verliert haben wir Komplementarität aber Nutzer werden beispielsweise schneller.
00:05:21: Wenn ein Dienst nicht zusammen mit dem KI-chatbot benutze und verliert dann wird er verdrängt.
00:05:28: Ja, dann muss ich natürlich die folgende Frage direkt stellen.
00:05:31: Was ist denn der Outcome?
00:05:32: Was kommt heraus?
00:05:33: also verdrängen jetzt generative KI andere Dienste wirklich oder werden sie eher nur als Ergänzung hinzugefügt?
00:05:42: Hier muss man zunächst sagen dass die Online-Zeit gleich bleibt das heißt Nutzungszeit wird lediglich umverteilt und das aber sehr unterschiedlich.
00:05:50: Produktivitätsdienste, wie zum Beispiel Textverarbeitung oder Office Suites werden sehr viel neben dem gemeinsam mit Kai Chatbots benutzt und gewinnen aber Nutzungszeit.
00:06:01: Das heißt Nutzer machen hier tendenziell nachdem sie in Kai Chatbot anfangen zu nutzen, tendenzieller eher mehr.
00:06:07: Freizeitorientierte Nutzungen wie Social Media vor allem wird getrennt von Kai ChatBots genutzt und verliert ebenfalls Nutzung Zeit.
00:06:16: und interessant sind vor allem Lernplattformen in diesem Zusammenhang, wir haben ja eine größere Diskussion zu KI und Bildung.
00:06:24: Und was wir hier eben sehen ist dass KI Chatbots sehr viel gemeinsam mit Lernplatformen verwendet werden.
00:06:32: allerdings verlieren diese Lern-Plattformen an Nutzungszeit vor allem bei den unter dreißigjährigen die Gruppe die Studierende beinhaltet.
00:06:41: das heißt Positiv gelesen könnte man das Ergebnis so interpretieren, dass Studierende schneller werden indem was sie tun in den Aufgaben diese erledigen wobei wir natürlich keine Qualität des Outputs messen können.
00:06:53: Dann abschließend noch meine letzte Frage Was bedeuten eure Ergebnisse jetzt für die Anbieter von digitalen Diensten?
00:07:00: Müssen Sie generative KI eher als Konkurrenz betrachten für ihre bisherigen Systeme oder sollten Sie eher Ihre Angebote ausweiten und integrieren?
00:07:12: Ja, das hängt dann eben stark von der Kategorie ab.
00:07:15: Also Produktivitätsdienste die eben zusammenverwendet werden und gleichzeitig gewinnen haben hier echte Komplementaritäten.
00:07:22: Das heißt sie können Komplementäritäten heben indem Sie KI Features in ihre Dienste integrieren.
00:07:31: für freizeitorientierte Nutzungen Vor allem Social Media geht es dagegen eher darum, den eigenen Anteil an der Nutzungszeit zu verteidigen was wiederum ebenfalls ein Motiv sein könnte KI-Features in die eigene Plattform zu integrieren.
00:07:47: Lieber Sebastian vielen Dank für deine Zeit!
00:07:49: Vielen Dank
00:07:50: und auch euch vielen dank fürs Zuhören.
00:07:52: das war der CDU Podcast zur Nutzung von generativer KI mit CDU Ökonom Sebastian Farlett.
00:07:58: Wenn ihr mehr über die Studie erfahren möchtet, schaut gerne auf unserer Webseite www.zdw.de vorbei.
00:08:03: Weitere Informationen findet ihr auch in den Show Notes oder auf unseren Social-Media Kanälen.
00:08:08: Mein Name ist Pascal Ausederer.
00:08:10: Vielen Dank für euer Interesse und bis zur nächsten Folge von Wirklich Wirtschaft.
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